| Aktuelles |
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17.05.2013
Newsletter der ÖGES in neuem Gewand
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19.03.2013
20. Kongress Essstörungen Alpbach 2012
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06.11.2012
ECED Oslo 2013
13th General Meeting of the European Council on Eating Disorders (ECED)
September 12-14, 2013 mehr
08.03.2012
101. Weltfrauentag
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23.02.2012
Webaffine PsychologIn für das Praktikum für die Ausbildung zur Klinischen und GesundheitspsychologIn gesucht mehr
28.10.2011
5. Präventionstag für psychische Gesundheit: Essstörungen, 6. Oktober 2010, Salzburg mehr
05.10.2011
Presseaussendung: Kongress Essstörungen Alpbach 2011 mehr
29.08.2011
Kongress Essstörungen 2011 / Eating Disorders Alpbach 2011 von der European Union of Medical Specialists approbiert. mehr
08.08.2011
EssstörungsexpertInnen: Natürliche Schönheit statt irrealer Bilder
Einschränkung von retouchierten Werbebildern aus gesundheitlicher
Perspektive begrüßt mehr
04.08.2011
The Academy for Eating Disorders (AED) has welcomed the Austrian Society on Eating Disorders (ASED) as a sister organization of AED in July 2011!
Die Academy for Eating Disorders (AED) begrüsst die Österreichische Gesellschaft für Essstörungen (ÖGES) als Schwestergesellschaft mit Juli 2011!
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18.11.2010
Webseite des Netzwerk Essstörungen: Top-Platzierung im Google Pagerank Psyche/Essstörungen
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22.10.2010
Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck Christoph Kaufmann
Rede anlässlich der Eröffnung des
Jubiläumskongresses Essstörungen 2010 / Jubilee Congress on Eating Disorders 2010
im Congresszentrum Alpbach
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07.09.2010
Essstörungskonferenz der „Academy for Eating Disorders“ (AED) in Salzburg (10. – 12. Juni 2010)
AED fordert und fördert mehr transdisziplinäre Zusammenarbeit
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19.08.2010
Nein zur Stigmatisierung von adipösen Menschen
Adipositas ist eine Krankheit und braucht gesamtgesellschaftlichen Lösungsansatz
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19.03.2010
2. Wiener Postgraduelle Fortbildung „Essstörungen und assoziierte Krankheitsbilder“, 19.-20. März 2010, Wien
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28.02.2010
2. Wissenschaftlicher Kongress der „Deutschen Gesellschaft für Essstörungen“, 25.- 27. Februar 2010, Aachen, D
Kongressbericht von A. Karwautz
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17.05.2013
Newsletter der ÖGES in neuem Gewand
Sehr geehrte Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Essstörungen!
Nach längerer Überarbeitungsphase dürfen wir Ihnen den Newsletter der ÖGES in neuem Gewand präsentieren!
- Ab sofort wird sich immer ein inhaltlicher Schwerpunkt thematisch durch den Newsletter ziehen!
- Wichtig ist uns, Sie und Ihre Arbeit zu zeigen, daher werden wir jedes Mal ein Mitglied der ÖGES ausführlich vorstellen!
- Wesentlich sind für uns Ihr Feedback und Ihre fachlichen Inputs und Beiträge! Schreiben Sie uns!
Der aktuelle Schwerpunkt fokussiert auf „Körpervielfalt statt Magernorm“.
- Lesen Sie ein ausführliches Interview mit dem Präsidenten des Österreichischen Werberates, Michael Straberger, über Körpernormen, Idealbilder in der Werbung, Kommunikationsfreiheit und gemeinsame Präventionsmöglichkeiten.
- Die Doyenne der österreichischen Modell-Szene, Andrea Weidler, kommentiert den Jugendwahn unserer Gesellschaft.
- Die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Beate Wimmer-Puchinger zeigt Präventionsmaßnahmen gegen gesellschaftlich krankmachende Körpernormen auf.
Darüber hinaus finden Sie die Buchrezension zu „Baby, warum isst du nicht?“, ein Porträt der Grande Dame der Essstörungsforschung, Hilde Bruch, aktuelle wissenschaftliche Studienergebnisse fokussiert zusammengefasst und wichtige Termine für Konferenzen und Fortbildungen. In der Rubrik „Service“ sind Veröffentlichungen und Ankündigungen von Mitgliedern der ÖGES.
Als Tipp zum Schluss: wenn Sie den Newsletter beidseitig ausdrucken und an der Seite zusammenheften, haben sie ein bequemes Magazin in Händen, das Sie entspannt lesen können!
Mit besten Grüßen!
Mag.a Michaela Langer und der Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Essstörungen |

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19.03.2013
20. Kongress Essstörungen Alpbach 2012
Gesundheitsförderung und Prävention bei Essstörungen und Adipositas
Geförder aus den Mitteln des Fonds Gesundes Österreich
Bereits zum 20. Mal fand der Kongress Essstörungen vom 18.- 20.10.2012 in Alpbach, Tirol statt. Dieser Kongress wird von Univ.–Prof. Dr. Günther Rathner geleitet und vom Netzwerk Essstörungen in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Essstörungen (ÖGES) und der Medizinischen Universität Innsbruck organisiert. Seit dem ersten Kongress 1991 ist er auch für Betroffene und Angehörige zugänglich, damals noch ein Novum. Mit 236 TeilnehmerInnen aus 17 Ländern und drei Kontinenten (Europa, Amerika und Australien) war er sehr gut besucht.
Zu diesem „runden Jubiläum“ wurde das aktuelle Thema „Gesundheitsförderung und Prävention bei Essstörungen und Adipositas“ in den Mittelpunkt gerückt. Damit gelang es, in dreifacher Weise einen Meilenstein zu setzen: Die verwandten, aber oft nicht gemeinsam diskutierten Krankheiten Essstörungen und Adipositas wurden in ihren Berührungspunkten gezeigt. Weiters leistete dieser Kongress einen Beitrag zur Vernetzung und dem gegenseitigen Austausch wichtiger Stakeholder, die bisher eher nur nebeneinander arbeiteten: Expertinnen für Essstörungen und Adipositas (Wissenschaftlerinnen, Therapeutinnen, Selbsthilfegruppen, Betroffene, Angehörige, und andere Interessierte) mit Berufsgruppen aus den Bereichen Public Health, Gesundheitsförderung und Primärprävention. Schließlich stellte das 3. Europäische Forum der PatientInnen- und Angehörigenorganisationen ebenfalls die Gesundheitsförderung und Prävention in den Mittelpunkt und präsentierte Initiativen ihrer Organisationen europaweit, v.a. dank der wertvollen Beiträge von Susan Ringwood (BEAT, UK) und Jacinta Hastings (Bodywhys, Ireland). Vier der fünf Hauptvorträge waren der Gesundheitsförderung und Prävention gewidmet, ebenso 75 % des Teaching Days und knapp die Hälfte aller Kongresspräsentationen.
Frau Prof. Dianne Neumark-Sztainer (Minneapolis, USA) bezeichnete das weit verbreitete Diätverhalten von Jugendlichen nicht als Lösung, sondern als Problem bei allen gewichtsabhängigen Krankheiten. Jugendliche stürzen sich oft in Diäten oder ungesunde Gewichtskontrollpraktiken, um abzunehmen oder nicht zuzunehmen. Andererseits sind Essstörungsexpertinnen sehr besorgt über die zunehmende Häufigkeit von Diäten und die damit verbundenen Gefahren, da gilt: Ohne Diät keine Essstörung! Dabei stützte sich Frau Prof. Neumark-Sztainer auf ihre 10jährige longitudinale Studie zur Frage, ob Diäten wirklich effektiv sind für Gewichtsabnahme und Vorbeugung einer Gewichtszunahme. Gesundheitsförderndes Verhalten, das wahrscheinlich effektiver in der Prävention von Essstörungen und Adipositas ist, wurde dargestellt. Damit konnte sie eindruckvoll und gestützt auf Fakten nachweisen, dass Diäten das Hauptproblem sind, gleicherweise für Essstörungen und Adipositas bei Jugendlichen.
Prof. emerit. Michael Levine (Gambier, USA) konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Bedeutung von universeller und selektiver Prävention und Gesundheitsförderung und die Implikationen des soziokulturellen Modells von Essstörungen, gerade in einer Zeit, wo Genetik und Biologische Psychiatrie modern sind. Er betonte die Wichtigkeit von Aktivitäten auf allen Ebenen, von ExpertInnen, aber auch der Bürgergesellschaft, um Essstörungen bei Frauen und Männern vorzubeugen. Prävention ist kein Luxus, der auf die Klärung der Ursachen von Essstörungen oder die Verbesserung der Behandlung warten muß. Denn laut Prof. Levine wurde bisher noch keine Krankheit durch Behandlung eliminiert, sondern nur durch Prävention. Daraus folgert er: Die ungesunden Seiten unserer derzeitigen Kultur und Gesellschaft müssen kritisiert und verändert werden.
Frau Prof.in Dr. Beate Wimmer-Puchinger und Frau Mag.a Michaela Langer (Wiener Programm für Frauengesundheit) halten es für notwendig, von der Verhaltensprävention zur Verhältnisprävention weiterzugehen. Essstörungen und Adipositas sind zwei Seiten derselben Medaille! Diäten, Körperunzufriedenheit, gewichtsbezogenes Mobbing und Stigmatisierung, gesellschaftliche Körper- und Schlankheitsnormen, die über vielfältige Kommunikationskanäle und Medien transportiert werden und somit zu einer massiven, globalen Zunahme der Körperunzufriedenheit beitragen, sind ein entscheidender Grund für die zunehmende Häufigkeit von Essstörungen und Adipositas. Nach jahrzehntelangen Maßnahmen der Verhaltensprävention sind für die Zukunft Präventionsmaßnahmen auf der Verhältnisebene in einem breiten Verbund von Gesundheitsexpertinnen, Wirtschaft, Industrie und Politik dringend erforderlich. Diese Verhältnis- und sozialen Umwelt-Dimensionen müssen daher wesentlich stärkere und vor allem ernsthafte Berücksichtigung finden als bisher und auf mehreren Ebenen ansetzen. In ihrem Symposium „Die Prävention von Essstörungen UND Adipositas: eine ‚Mission Impossible’?“ wurde eindrucksvoll auf das gesellschaftliche Umfeld (Schlankheitswahn und Verleugnung des Alterns) als Hauptfaktor für den manipulierten Körper speziell bei Mädchen und Frauen hingewiesen und der Wiener Schulwettbewerb „We like everyBODY“: Unsere Schule ohne Schlankheitswahn“ vorgestellt. Gratulation für diese Initiative, die sich gegen die McDonaldisierung unserer Gesellschaft wendet und „Unity in Diversity“ anstrebt!
Frau Mag.a Edith Flaschberger vom Ludwig Boltzmann Institute Health Promotion Research in Wien sprach über „Schulische Gesundheitsförderung als vielversprechendes Konzept zur Vermeidung von Essstörungen bei Schülerinnen“. Spezifische Präventionsmaßnahmen für Essstörungen bzw. die häufig unreflektierte Umsetzung präventiver Maßnahmen gegen Übergewicht und Adipositas an Schulen führen dazu, dass Essstörungen nicht immer verhindert, in manchen Fällen gar begünstigt werden. So kann es etwa durch gut gemeinte Präventionsmaßnahmen zu Stigmatisierung von nicht-normalgewichtigen Schülerinnen oder zu einem negativen Verhältnis zum Essen kommen. Im Gegensatz zur Prävention strebt das Konzept der Gesundheitsförderung nicht in erster Linie die Verminderung von Risikofaktoren an, sondern den Aufbau von Schutzfaktoren und die Ressourcenstärkung. Schulische Gesundheitsförderung als ein umfassendes Konzept hat das Ziel, eine gesundheitsförderliche Lebenswelt zu schaffen. Dadurch werden Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, die Schutzfaktoren gegen die Entstehung von Essstörungen sind, durch eine entsprechende Unterrichtsgestaltung und ein positives Schulklima gestärkt. Den Schülerinnen im Schulalltag Kompetenz, Wertschätzung und auch Selbst- und Mitbestimmung zu ermöglichen und zu vermitteln, ist ein ganzheitlicher Ansatz, der nicht nur die schulischen Leistungen der SchülerInnen verbessern, sondern auch Gesundheit und Wohlbefinden stärken und Essstörungen möglicherweise verhindern kann.
Univ.-Prof. Dr. Günther Rathner
Medizinische Universität Innsbruck
Univ.Klinik für Medizinische Psychologie & Psychotherapie
Tel. +43-664-39 66 700
guenther.rathner@i-med.ac.at
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Kongress Essstoerungen 2012
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06.11.2012
ECED Oslo 2013
13th General Meeting of the European Council on Eating Disorders (ECED)
September 12-14, 2013
www.ecedoslo2013.net
Der nächste ECED-Kongress findet im September 2013 in Oslo statt; Convenor und Chairman ist Finn Skårderud (Oslo, N). Das Internationale Wissenschaftliche Komitee besteht aus Gerard Butcher (Dublin, IRL), David Clinton (Stockholm, S), Angela Favaro (Padova, I), Fernando Fernandez-Aranda (Barcelona, E), Erik van Furth (Leidschendamm, NL), J. Hubert Lacey (London, UK), Paolo Machado (Porto, P), GüntherRathner (Innsbruck, A), Paolo Santonastaso (Padova, I) und Ulf Wallin (Lund, S). Die TeilnehmerInnenanzahl ist limitiert auf ca. 170 – 180 nach dem Prinzip „First come, first serve“.
Diese alle zwei Jahre stattfindenden Meetings sind wärmstens zu empfehlen. Herausragend sind einerseits die freundschaftliche, kontaktfördernde Atmosphäre, im Gegensatz zu vielen anonymen oder „supermarket congresses“, andererseits die stimulierenden Debatten, ein Unikum aller großen Essstörungskongresse, in denen ein Pro- und ein Kontra-Speaker ein aktuelles und kontroversielles Thema kurz anreißen; dann erfolgt im Stile des englischen Parlamentarismus eine Diskussion im Plenum, die mit einer demokratischen Abstimmung des Plenums beendet wird. Damit wird kein Beschluß gemacht, sondern die Mehrheitsmeinung der KongressteilnehmerInnen eruiert.
Eine Zusammenstellung aller bisherigen Debatten der ECED Meetings 1989 –2013 finden Sie unter www.oeges.or.at/eced05/ECED-Debates-1989-2013.
Günther Rathner, Innsbruck (A) |

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08.03.2012
101. Weltfrauentag
Die Einrichtung des Frauentags geht zurück auf einen Streik von Textilarbeiterinnen im Jahr 1908 in den USA, die gegen die schlechten Arbeitsbedingungen protestiert haben.
Der erste Nationale Frauentag fand am 28. Februar 1909 in den USA statt, deklariert durch die Sozialistische Partei der USA. Im August 1910 wurde eine Internationale Frauenkonferenz organisiert, die die Konferenz der 2. Sozialistischen Internationale in Kopenhagen einleitete. Inspiriert von den US-Sozialisten hat die deutsche Sozialistin Luise Zietz die Proklamation eines Frauentages vorgeschlagen, unterstützt von der deutschen Kommunistin Clara Zetkin. Die weiblichen Delegierten (100 Frauen aus 17 Ländern) stimmten dieser Strategie zu, um gleiche Rechte für Frauen und Männer, insbesondere das Wahlrecht für Frauen zu fordern; allerdings wurde noch kein genaues Datum festgelegt. Ein Jahr später, am 18. März 1911, wurde der Internationale Frauentag zum ersten Mal von über einer Million DemonstrantInnen in Österreich, Dänemark, Deutschland und Österreich gefeiert. Allein in der Donaumonarchie fanden 300 Demonstrationen statt. In Wien demonstrierten Frauen auf der Ringstraße und trugen Tansparente, die die Märtyrer der Pariser Kommune 1871 ehrten. Diese Frauen forderten das Frauenwahlrecht und protestierten gegen Sexismus am Arbeitsplatz, letzteres auch über 100 Jahre später noch ein aktuelles Thema.
Fraueninisterin Gabriele Heinisch-Hosek hat am 8. März 2012 in ihr Ministeriun zum „Open House“ eingeladen; es fanden Diskussionen um Frauen in der Arbeitswelt statt.
Das Foto zeigt die Bundesministerin für Frauenangelegenheiten, Frau Gabriele Heinisch-Hosek und Frau Dr. Karin Waldherr, Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Essstörungen (ÖGES) und Vorstandsmitglied des Netzwerk Essstörungen. |

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23.02.2012
Webaffine PsychologIn für das Praktikum für die Ausbildung zur Klinischen und GesundheitspsychologIn gesucht
Das Netzwerk Essstörungen in Innsbruck sucht eine webaffine PsychologIn für das Praktikum für die Ausbildung zur Klinischen und GesundheitspsychologIn. Beginn ab sofort möglich. Bewerbung mit den üblichen Unterlagen an Prof. Rathner: guenther.rathner@i-med.ac.at |

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28.10.2011
5. Präventionstag für psychische Gesundheit: Essstörungen, 6. Oktober 2010, Salzburg
Der 5. Präventionstag für Psychische Gesundheit der Kinderseelenhilfe in Salzburg am 6.10.2011 war ganz dem Thema Essstörungen gewidmet. Neben einem Hauptvortrag zu „Internetbasierter Therapie der Bulimia nervosa“ (Wagner, Karwautz, Jugendpsychiatrie, AKH Wien) wurden vom Team Thun-Hohenstein (Salzburg) die Grundlagen zu und erste Erfahrungen mit dem „Haptik-Anzug in der Therapie der Magersucht“ berichtet. Auch die von James Lock in Stanford entwickelte spezielle Form der „Familientherapie bei Essstörungen“ (eine manualisierte Form der am Maudsley Hospital in London entwickelten und auf Salvador Minuchin aufbauenden Familientherapie bei adoleszenter Anorexia nervosa) wurde dargestellt, da sie seit kurzem in Salzburg verfügbar gemacht wurde und erste KlientInnen schon damit erfolgreich behandelt werden konnten.
Arne Bürger (Mainz) referierte über Primärprävention, Florian Hammerle (Mainz) stellte neue Daten zur Epidemiologie der Essstörungen bei Jugendlichen dar; der Einfluss des Schultyps auf die Inzidenz von Essstörungen wurde dabei erstmals klar nachgewiesen.
Das Symposium wurde mit drei Workshops abgerundet. Zudem referierte Sigrid Tschiedl über ihre Selbsterfahrung mit Bulimia Nervosa und der Film „Essstörungsland“ führte zu regen Diskussionen. Insgesamt ein recht vielfältiger und runder Beitrag zur Thematik Essstörungen in guter Atmosphäre und modernstem und freundlichem Ambiente der Räumlichkeiten der Salzburger Wirtschaftskammer.
Andreas Karwautz, Wien |

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05.10.2011
Presseaussendung: Kongress Essstörungen Alpbach 2011
Dieser Kongress ist seit über 20 Jahren auch für Betroffene und Angehörige zugänglich.
Erstmals eröffnet eine ehemalige Betroffene einen großen Essstörungskongress: Constance BARTER (Großbritannien) berichtet in ihrem Vortrag „A Teenager´s Insight of Suffering and Recovering from Anorexia Nervosa” von ihrem harten Weg aus der Magersucht und ihrer jetzigen Arbeit bei der englischen Non-Profitorganisation BEAT.
Link: APA-Presseaussendung
Download PDF: Kongress Essstörungen Alpbach 2011
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29.08.2011
Kongress Essstörungen 2011 / Eating Disorders Alpbach 2011 von der European Union of Medical Specialists approbiert.
Der von der ÖGES mitorganisierte Kongress Essstörungen 2011, 19. Internationale Wissenschaftliche Tagung, wurde von der European Union of Medical Specialists (U.E.M.S.) im Rahmen des European Accreditation Council for Continuing Medical Education (EACCME) mit 18 European CME credits (ECMEC) approbiert.
Eating Disorders Alpbach 2011 accredited by the European Union of Medical Specialists.
Eating Disorders Alpbach 2011, The 19th International Conference, which is co-organised by the Austrian Society on Eating Disorders (ÖGES/ASED), was granted 18 European CME credits (ECMEC) by the European Accreditation Council for Continuing Medical Education (EACCME).
Download European Accreditation ED Alpbach 2011 |

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08.08.2011
EssstörungsexpertInnen: Natürliche Schönheit statt irrealer Bilder
Einschränkung von retouchierten Werbebildern aus gesundheitlicher
Perspektive begrüßt
Wien (OTS) - In Großbritannien muss der Kosmetikkonzern L`Oreal
seine Werbekampagne mit retouchierten Bildern einstellen. Die
Schauspielerin Julia Roberts und das Model Christy Turlington wurden
durch Fotobearbeitung derart unrealistisch "schön" dargestellt, dass
selbst die britische Advertising Standards Authority (ASA) die Bilder
der Kampagne als irreführend bezeichnet.
Read more:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110729_OTS0066/essstoerungsexpertinnen-natuerliche-schoenheit-statt-irrealer-bilder
http://www.essstoerungshotline.at/aktuelles/2011_07_29_Stellungnahme_EssstoerungsexpertInnen.html
http://www.essstoerungshotline.at/aktuelles/2011_07_28_Loreal.html |

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04.08.2011
The Academy for Eating Disorders (AED) has welcomed the Austrian Society on Eating Disorders (ASED) as a sister organization of AED in July 2011!
The Academy for Eating Disorders (AED) is the largest multi-disciplinary professional society in the eating disorders field. Founded in 1993, the AED has grown to include more than 1,400 members worldwide from 43 countries who are working to prevent and treat eating disorders, such as anorexia nervosa, bulimia nervosa and binge eating disorder.
The goal of the development of “Sister Organizations” for the AED was to formally establish global collaborations with organizations involving eating disorder professionals, whose mission and goals parallel those of the AED (i.e., promoting the treatment, research, and prevention of eating disorders). To this end, the Sisterhood and Chapter Committee has been established in 2009 and is currently designing programs to encourage active collaborations between the organizations, chaired by Philippa Hay, DPhil. and Rachel Bachner-Melman, Ph.D. Mutual advantages include research and clinical collaborations, speakers at the conference of the other organization, mutual exposure via websites and newsletters, membership fee reductions and travel fellowship opportunities. There are currently nine AED Sister Organizations and one Chapter.
In July 2011 the ASED was accepted and is joining as a Sister Organization of the AED. Ursula F. Bailer, M.D., member of the Board of Directors of the ASED and Fellow of the AED, will represent the ASED and was appointed as a member of the Sisterhood, Chapter and Affiliate Committee.
Read more here.
Die Academy for Eating Disorders (AED) begrüsst die Österreichische Gesellschaft für Essstörungen (ÖGES) als Schwestergesellschaft mit Juli 2011!
Die ‚Academy for Eating Disorders’ (AED) ist weltweit die größte, multidisziplinäre, professionelle Essstörungsgesellschaft. Sie wurde 1993 gegründet und ihre Mitgliederzahl ist mittlerweile auf mehr als 1400 Mitglieder aus 43 Ländern, die alle in der Prävention und Behandlung von Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge Eating Disorder) tätig sind, angestiegen.
Das Ziel einer Entwicklung von sog. Schwestergesellschaften der AED war es, weltweite Kollaborationen mit anderen Essstörungsgesellschaften zu etablieren, deren Mission und Ziele denen der AED gleichen, im speziellen also die der Förderung der Behandlung, der Erforschung und der Prävention von Essstörungen. Zu diesem Zwecke wurde im Jahr 2009 das ‚Sisterhood and Chapter Committee’ gegründet, welches die aktive Zusammenarbeit zwischen den Organisationen ermutigen soll, und dessen Vorsitz derzeit Philippa Hay, DPhil. und Rachel Bachner-Melman, Ph.D. innehaben. Vorteile für beide Seiten, also sowohl für die AED als auch für die jeweilige Schwestergesellschaft, sind Forschungs- und klinische Kooperation, wechselseitige Einladungen von Vortragenden bei wissenschaftlichen Kongressen, gegenseitiger Austausch auf den jeweiligen ‚websites’ und ‚newsletters’, ermässigte Mitgliedsbeiträge und Möglichkeiten für Reisestipendien. Derzeit gibt es neun Schwestergesellschaften und ein sog. ‚Chapter’.
Im Juli 2011 wurde die Aufnahme der ÖGES akzeptiert und sie tritt nun als Schwestergesellschaft bei. Univ. Prof. Dr. Ursula F. Bailer, Vorstandsmitglied der ÖGES und ‚Fellow’ der AED, wird die ÖGES vertreten und wurde als Mitglied des ‚Sisterhood, Chapter and Affiliate Committees’ ernannt.
Lesen Sie hier mehr. |

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18.11.2010
Webseite des Netzwerk Essstörungen: Top-Platzierung im Google Pagerank Psyche/Essstörungen
Das Internet ist heute die wichtigste Informationsquelle zur Erstinformation, gerade bei verheimlichten, tabuisierten und stigmatisierten Krankheiten wie Essstörungen.
Ein Hinweis auf die Wichtigkeit und Bedeutung einer Webseite ist der Google Pagerank. Hier ist die Webseite des Netzwerk Essstörungen (www.netzwerk-essstoerungen.at) seit Jahren die erstplatzierte deutschsprachige Seite für Essstörungen. Und das, obwohl das Netzwerk Essstörungen erst seit 2004 über eine deutschsprachige Homepage verfügt, die 2005 durch eine englischsprachige Version ergänzt wurde.
Link
Gratulation!
Information zu Google PageRank: Ein Indikator für die Bedeutung einer Homepage ist der Google PageRank. Bewertungskriterium für die Relevanz einer Webseite ist die Zahl anderer Webseiten, die auf die Homepage verweisen. Der Bewertungsindex wird mit Hilfe eines speziellen Algorithmus ermittelt (Link). Je mehr Links auf eine Seite verweisen, umso höher der Index, d.h. umso relevanter die Homepage, wobei die Wichtigkeit der verweisenden Seite ihrerseits und der von ihr wegweisenden Links berücksichtigt wird. Jene Webseiten, die einen hohen Bewertungsindex aufweisen, erscheinen bei einer Suchabfrage in Google weiter vorne in der Ergebnisliste. |

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22.10.2010
Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck
Christoph Kaufmann
Rede anlässlich der Eröffnung des
Jubiläumskongresses Essstörungen 2010 / Jubilee Congress on Eating Disorders 2010
20 Jahre Netzwerk Essstörungen & 10 Jahre Österreichische Gesellschaft für Essstörungen (ÖGES)
A celebration of the 20th anniversary of the Austrian Network Eating Disorders & the 10th anniversary of the Austrian Society on Eating Disorders (ASED)
18. Internationaler Kongress Essstörungen
im Congresszentrum Alpbach
Sehr geehrte Festversammlung,
meine sehr geehrten Damen und Herren!
Es ist mir eine besondere Ehre, Sie im Namen der Stadt Innsbruck hier im wunderschönen Alpbach begrüßen zu dürfen und diesen Fachkongress heute zu eröffnen. Dass unter den anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern so viele renommierte WissenschafterInnen und hochkarätige FachexpertInnen sind, ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der mittlerweile „18. Internationale Kongress Essstörungen“ einen entsprechend guten Ruf genießt. Im deutschsprachigen Raum ist es der größte Fachkongress über Essstörungen, international steht er sogar an fünfter Stelle.
Gleichzeitig feiert das „Netzwerk Essstörungen“ heuer sein 20-Jahre-Jubiläum, während die „Österreichische Gesellschaft für Essstörungen (ÖGES)“ ihr 10-jähriges Bestehen zelebriert. Ich gratuliere beiden Institutionen an dieser Stelle herzlichst und bedanke mich für ihre engagierte, ehrenamtliche Arbeit.
Diese Jubiläen sollten uns aber auch zum Nachdenken bringen, denn sie bedeuten
10 bzw. 20 Jahre Aufklärung, Enttabuisierung und Sensibilisierung im Kampf gegen Essstörungen. Die große Bedeutung dieses Kongresses erschließt sich aus der rasanten Entwicklung dieser Krankheit und ihrer wachsenden gesellschaftlichen Brisanz in den letzten Jahrzehnten.
Essstörungen sind ein gravierendes Gesundheitsproblem vor allem für junge Mädchen und Frauen. Magersucht (Anorexia Nervosa) und Ess-Brechsucht (Bulimia Nervosa) sind ebenso wie Adipositas Geiseln unserer modernen Welt geworden.
Innerhalb der letzten 30 Jahre hat diese Krankheit mehr als bedenkliche Ausmaße angenommen und dabei ist es schon als großer Erfolg zu werten, dass man mittlerweile offiziell von einer Krankheit spricht. Lange Zeit wurden Essstörungen – sofern sie überhaupt erkannt wurden – entweder verharmlost oder im schlimmsten Fall sogar als Zeichen von Disziplin und Körperbewusstsein bewundert. Ein bewusster Umgang, der die schweren gesundheitlichen Folgen von Anorexie, Bulimie oder Adipositas erfasst, ist erst seit wenigen Jahrzehnten möglich.
Leider haben sich wesentliche Begleiterscheinungen dieser krankhaften Essstörungen nicht verändert. Sie gelten noch immer als gesellschaftliche Tabuthemen, über die in der Öffentlichkeit nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Betroffene werden dadurch erst recht stigmatisiert und lassen sie erste Symptome verleugnen. Fehlende Krankheitseinsicht und in Folge eine verspätete Diagnose erschweren die Heilung und begünstigen eine Chronifizierung.
So beginnt ein Teufelskreis, der es Erkrankten sehr schwer macht, den ohnehin oft mehrjährigen Heilungsprozess zu überstehen. Wenn wir daran denken, dass in Österreich rund 200.000 Frauen im Laufe ihres Lebens an einer Essstörung erkranken (Aktuellster Stand: 1997, seitdem keine neue Studie!), so sollte uns das zu denken geben. Essstörungen und dabei insbesondere die Magersucht haben eine der höchsten Sterblichkeitsraten aller psychiatrischen Störungen und ziehen weitreichende Folgeschäden nach sich. Kinder von Erkrankten stellen eine Risikogruppe für Essstörungen dar. So ist die nächste Generation bereits vorbelastet.
In den nächsten Tagen werden Sie hier die aktuellsten Forschungsergebnisse und wertvolle Erfahrungsberichte aus erster Hand erleben. Wie gewohnt sind alle Vorträge und Workshops für Betroffene, Angehörige und ExpertInnen frei zugänglich und genau in dieser Mischung besteht die besondere Qualität dieses Kongresses.
Das Experiment des zweisprachigen Formates scheint in der Vergangenheit gut angenommen worden zu sein und stärkt zweifelsohne die internationale Kooperation. 125 Beiträge (Vorträge, Poster und Workshops) von Referentinnen und Referenten aus 20 Ländern warten in den nächsten Tagen auf Ihre Teilnahme. Die Anwesenheit von Fach-Pionieren wie Frau Dr. Mervat Nasser (Institute of Psychiatry, London, Grossbritannien & Ägypten), Frau Prof. Angela Favaro und Herrn Prof. Paolo Santonastaso (Universität Padua, Department of Neuroscience, Italien) und Herrn Dr. Johan Vanderlinden (Katholische Universität Löwen, Belgien) ist eine Auszeichnung.
Besonders bedanken möchte ich mich auch bei Herrn Univ.-Prof. Dr. Günther Rathner, dem wissenschaftlichen Leiter und dem Initiator des „Netzwerk Essstörungen“. Immerhin handelt es sich hier um die älteste Einrichtung auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum.
Wir sollten aber eines nicht vergessen: Der Ursprung für Essstörungen, speziell für viele junge Mädchen und Frauen, liegt vor allem in einem verzerrten Schönheitsideal, das einen krankhaften Schlankheitswahn geradezu indoktriniert.
Es ist unser aller Aufgabe, und natürlich auch die Aufgabe der Medien, in der Gesellschaft gegen diese falschen Idealbilder vorzugehen und somit die Haupttriebfeder für Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie zu beseitigen. |

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07.09.2010
Essstörungskonferenz der „Academy for Eating Disorders“ (AED) in Salzburg (10. – 12. Juni 2010)
AED fordert und fördert mehr transdisziplinäre Zusammenarbeit
„Raus aus dem eigenen (Fach-)Schneckenhaus und hinein in die Welt der interdisziplinären Zusammenarbeit“. So könnte man das übergeordnete Thema der diesjährigen „Internationalen Essstörungskonferenz“ der Academy for Eating Disorders (AED) kurz zusammenfassen. Vom 10.-12. Juni 2010 tagten rund 500 internationale ExpertInnen in Salzburg.
500 internationale ExpertInnen – rund 65 Vorträge – 100 Posterpräsentation – die Essstörungskonferenz beeindruckte durch Kompetenz, Vielfalt, reiche Expertise und eine hervorragende Organisation.
Die Palette der Themen war vielfältig und reichhaltig und fand ihren Niederschlag sowohl in spannenden Plenarvorträgen als auch unzähligen hochkarätigen Parallelvorträgen und Workshops: Neueste Forschungsergebnisse zur therapeutischen Behandlung von Magersucht, Bulimie und Binge Eating Disorder wurden ebenso präsentiert, wie die Stigmatisierung von Menschen mit Essstörungen und Adipositas thematisiert. Wirksame Schul- und Universitätsprogramme zur Verbesserung des Körperbildes und der Körperzufriedenheit nahmen einen breiten Raum ein, weiters die Konsequenzen von Essstörungen in den unterschiedlichen Lebensphasen.
Adipositasexperte Kelly Brownell beeindruckte mit seinem Plenarvortrag über “Global Social and Policy Changes to address Eating Disorders and Obesity”. Brownell, Professor für Psychologie, Epidemiologie und Public Health an der Yale University, Direktor des “Rudd Center for Food Policy and Obesity” und 2006 vom Time Magazine als eine der 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten genannt, setzte in seinem Vortrag am „giftigen Umfeld“ an und forderte ein Umdenken bei Präventionsmaßnahmen. Information und Aufklärung, die nur am Individuum ansetzen, würden ihr Ziel verfehlen, so Brownell. Denn trotz massiver Aufklärungsarbeit der US-Regierung, ungeheuren Abnehmanstrengungen der US-Bevölkerung und jährlich bis zu 30 Milliarden Dollar Investment für Gewichtsverlust, ändere sich nichts am Bild des übergewichtigen Amerika.
Brownell kritisierte die omnipräsenten Werbungen und Angebote der Lebensmittelhersteller und fordert eine Verbesserung der Lebenswelten. Als konkrete Ansatzpunkte nennt er eine Reduzierung der Gewichtsstigmatisierung, verbesserten Konsumentenschutz bei Lebensmittel, Einschränkungen der Werbung (vor allem im Kinderfernsehen) und Steuern auf ungesunde Lebensmitteln. Brownell forderte auch eine bessere Vernetzung von Adipositas- und EssstörungsexpertInnen. Aufgrund der Erfahrungen mit Essstörungspräventionsprogrammen – und den anfangs damit gemachten Fehlern – sollten Adipositasfachleute auf diesen - psychologischen – Erkenntnissen aufbauen.
Ebenfalls ein Highlight war der Workshop vom Niva Piran, Michael Levine und Marika Tiggemann zu „Gender, Objectification, Embodiment und Prevention“. Michael Levine, Psychologieprofessor und mehrfacher Buchautor über präventive Maßnahmen zu Essstörungen, forderte mehr Fokus auf mehr Forschung zur Unterstützung eines positiven Körperbildes, Professorin Marika Tiggemann, ebenfalls Psychologin an der Flinders-University in Australien, thematisierte die zunehmende Selbst-Objektivierung und Sexualsierung von jungen Mädchen und das Fehlen von positiven Role-models in den Medien. Niva Piran, kanadische Professorin mit jahrelanger Erfahrung in Präventionsmaßnahmen im schulischen Bereich, beschrieb in ihrer entwickungspsychologische Theorie der Ausbildung des Körperlichen (Developmental Theory of Embodiment) die wichtigen Risiko- oder Schutzfaktoren wie körperliche Freiheit vs. körperliches Korsett, mentale Freiheit vs. mentales Korsett und die Wichtigkeit von sozialer Entscheidungsmacht vs. sozialer Entmachtung.
Spannend war auch die Podiumsdiskussion “What do Transdisciplinary Approaches Bring to the Integrated Prevention of Obesity and Disordered Eating?” unter der Moderation von Michael Levine, an der die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ. Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger, Initiatorin der „Initiative S-O-Ess: Gemeinsam gegen ungesunde Körperideale“ und der „Wiener Kampagne gegen Essstörungen“, gemeinsam mit ExpertInnen aus Kanada, Spanien und USA teilnahm. Alle ExpertInnen waren sich einig, dass sowohl Prävention von Essstörungen als auch Adipositas nur mit vereinten interdisziplinären Kräften erfolgreich sein kann und von den Erkenntnissen anderer Disziplinen gelernt werden sollte.
Fazit: ein hochinteressanter Kongress, wichtig für die internationale Vernetzung und jedes Mal ein Impulsgeber und Motivator für neue Ideen und Maßnahmen. Ein Wermutstropfen war die ziemlich spärliche Kongressverpflegung, die in Anbetracht der hohen Teilnahmegebühr (zweiter Wermutstropfen) etwas großzügiger ausfallen hätte können. Der geistige und fachliche Hunger wurde jedenfalls gestillt.
Über AED: www.aedweb.org
Die Academy for Eating Disorders (AED) mit Sitz in den USA, ist die weltweit größte Fachgesellschaft zum Thema Essstörungen und wurde im Jahr 1994 gegründet. Rund 1.300 Mitglieder, davon rund 25% außerhalb der USA umfasst die Academy.
AED agiert global, inter- und multidisziplinär und bietet Fort- und Weiterbildung nach dem neuesten Stand der Wissenschaft. Ziel von AED ist ebenfalls, die Forschung bei Essstörungen anzuregen und Prävention sowie die Entwicklung von immer besseren Behandlungsmethoden voranzutreiben.
AED ist Herausgeberin des International Journal of Eating Disorders und des Eating Disorders Annual Review.
2011 International Conference on Eating Disorders
27.-30. April 2011
Intercontinental Miami
Miami/Florida, USA
Call for Abstracts
Abstracts können bis 14. Oktober über die www.aedweb.org eingereicht werden.
Maga Michaela Langer
Stv. Leiterin des Wiener Programm für Frauengesundheit
Klinische und Gesundheitspsychologin
michaela.langer@wien.gv.at |

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| Nein zur Stigmatisierung von adipösen Menschen |
Adipositas ist eine Krankheit und braucht gesamtgesellschaftlichen Lösungsansatz
APA-OTS 19.08.2010
Wien (OTS) - Meldungen aus Großbritannien sorgen auch in Österreich für heftige Diskussionen: Das britische Gesundheitsministerium möchte, dass ÄrztInnen Menschen mit Adipositas zukünftig als "fett" bezeichnen, um sie zum Abnehmen zu motivieren. Diese Stigmatisierung und Diskriminierung ist klar abzulehnen.
Schon jetzt ist die Diskriminierung und Stigmatisierung adipöser Menschen massiv: Studien zeigen, dass sie zu den am stärksten diskriminierten Gruppen in unserer Gesellschaft gehören. Sie werden bei der Jobsuche von PersonalistInnen überdurchschnittlich häufiger abgelehnt, haben weniger Freunde, bekommen schwerer einen Partner/eine Partnerin. Kinder mit großem Übergewicht werden bereits im Kindergarten gehänselt, ihre Lebensqualität liegt - Studien zufolge - hinter jener von Kindern, die an Krebs erkrankt sind.
Diskriminierung verschlimmert das Problem Adipositas ist laut WHO eine chronische Erkrankung mit einer komplexen Ätiologie und erfordert einen umfassenden Behandlungsansatz. Das Vorhaben, chronisch kranken Menschen durch eine weitere Diskriminierung als "Fette" "helfen" zu wollen, ist ethisch extrem fragwürdig. Es gemahnt an Zeiten, in denen man Alkoholkranke als SäuferInnen, psychiatrische PatientInnen als IdiotInnen und behinderte Menschen als Krüppel bezeichnete.
Der in Großbritannien vorgeschlagene "Behandlungsansatz durch soziale Ächtung" widerspricht jeder wissenschaftlichen Erkenntnis. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Evidenz dafür, dass Stigmatisierung und Diskriminierung bei adipösen Personen zu einer dauerhaften Gewichtsabnahme führen. Im Gegenteil, der psychische Druck auf die Betroffenen wird erhöht und die Betroffenen versuchen immer angestrengter mit Hilfe von unadäquaten und gesundheitsschädlichen Maßnahmen, wie Diäten und ungesundem Essverhalten, Einfluss auf ihr Gewicht zu nehmen. Und das führt nicht nur zu weiterem Übergewicht durch den unvermeidbaren Jojo-Effekt, sondern bahnt nicht selten auch den Weg zu manifesten Essstörungen.
Die pauschale Stigmatisierung von übergewichtigen Menschen weist zusätzlich eine nicht unbedeutende "Nebenwirkung" auf: Schlankheit wurde in den letzen Jahrzehnten derart überidealisiert, dass selbst normalgewichtige Menschen sich zu dick empfinden und gestörtes Essverhalten, Essstörungen ebenfalls ansteigen. Magersucht und Adipositas sind zwei Seiten der selben Medaille und markieren jeweils die Endpunkte eines Kontinuums normierter Körperbilder.
Prävention auf allen Ebenen ist notwendig Es braucht etwas anderes als sogenannte "Erziehungsmaßnahmen", um der immer größer werdenden Anzahl von stark übergewichtigen Menschen zu helfen. Es braucht Präventionsmaßnahmen auf allen Ebenen der Gesellschaft beginnend im Kleinkindalter, die Achtung der Vielfältigkeit menschlicher Körperformen und die Akzeptanz des neuen Paradigmas "Health at any Weight".
Der/die Einzelne trägt Verantwortung für seine/ihre Gesundheit, diese wird aber durch soziale, finanzielle, biologische Umweltfaktoren eingeschränkt. Tatsächlich fördert die derzeitige bewegungsarme Überflussgesellschaft Adipositas. Eigenverantwortung kann dann eingefordert werden, wenn Menschen in einem gesundheitsfördernden Umfeld leben und gesunde Entscheidungen getroffen werden können.
Eine Stellungnahme des Wiener Programms für Frauengesundheit
- ao. Univ. Profin Drin Beate Wimmer-Puchinger
Frauengesundheitsbeauftragte und Leiterin des Wiener Programm für Frauengesundheit
- Maga Michaela Langer
Stv. Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit
Im Konsens mit (in alphabetischer Reihenfolge):
- Ärztekammer für Wien
- ao. Univ. Profin Drin Elisabeth Ardelt-Gattinger
Fachbereich Psychologie der Universität Salzburg, Vizepräsidentin der Obesity Academy Austriy (OAA)
- Dr. Erich Gattinger
Geschäftsführer der Obesity Academy Austria (OAA)
- intakt - Therapiezentrum für Menschen mit Essstörungen
- Elisabeth Jäger
Präsidentin der Österreichischen Adipositas-Selbsthilfegruppen
- Maga Ulla Konrad
Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen
- PD Primar Dr. Karl Miller
Krankenhaus Hallein, Präsident der International Federation for the Surgery of Obesity and Metabolic Disorders (IFSO), Präsident OAA
- Drin Eva Mückstein
Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie
- Österreichische Ärztekammer
- Univ. Prof. Dr. Arnold Pollak
Vorstand der Universitätsklinik für Kinder und Jugendheilkunde des AKH Wien
- Univ. Prof. Dr. Günther Rathner
Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Essstörungen
- Univ. Profin Drin Anita Rieder
Präsidentin der Österreichischen Adipositas Gesellschaft
- Assoc. Prof. Drin Susanne Ring-Dimitriou
Interfakultärer Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaften Salzburg, Vorsitzende Wissenschaftlicher Beirat OAA
- Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des AKH Wien
- Drin Karin Waldherr
Obmannstellvertreterin des Netzwerk Essstörungen
- Dr. Daniel Weghuber
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Salzburg, Vorstand OAA
- Primar Dr. Peter Weiss
Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Psychosomatik im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern
Rückfragehinweis:
ao. Univ. Profin Drin Beate Wimmer-Puchinger
Wiener Frauengesundheitsbeauftragte
Telefon: +43 1 4000 87160
E-Mail: beate.wimmer-puchinger
@
wien.gv.at
www.frauengesundheit-wien.at
Maga Michaela Langer
Telefon: +43 1 4000 87161
E-Mail: michaela.langer
@
wien.gv.at
www.frauengesundheit-wien.at |

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| 2. Wiener Postgraduelle Fortbildung „Essstörungen und assoziierte Krankheitsbilder“, 19.-20. März 2010, Wien |
Die 2. Wiener Postgraduelle Fortbildung Essstörungen wurde mit einem Eröffnungsvortrag von Prof. Friedrich, Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie begonnen. Dabei wurden seine jahrzehntelangen Erfahrungen mit Patientinnen dieses Störungsbildes berichtet und Möglichkeiten und Grenzen therapeutischer Ansätze reflektiert.
Drei internationale Gastvorträge von Spitzenforscherinnen und -forschern aus Spanien, Belgien und Deutschland beleuchteten das Thema des Kongresses unter dem Aspekt der psychotherapeutischen Forschung und Versorgung sowie der Komorbiditäten dieser Erkrankung. Die Experten machten auch die internationale Zusammenarbeit der Wiener Univ.-Kliniken auf diesem Fachgebiet deutlich. Prof. Fernandez-Aranda, Barcelona, gab in seinem Vortrag zu Essstörungen bei Männern unter Berücksichtigung historischer Aspekte und der Prävalenzen einen guten Einblick in diese Thematik. Prof. Vandereycken, Leuven, präsentierte seinen innovativen und zur Diskussion anregenden Ansatz in der Behandlung von Essstörungen. Prof. De Zwaan (Erlangen) bot in ihrem engagierten Vortrag einen Überblick über evidenzbasierte Therapien bei Essstörungen.
Im Themenblock „Essstörungen und Sucht“ stellte Dr. Krug (Barcelona) Studien zur Epidemiologie süchtigen Verhaltens bei Essstörungen vor. Prof. Fischer (Univ.-Klinik für Psychiatrie, Wien) sprach in ihrem Vortrag über Therapie von Drogen- und Medikamentenabusus bei Essstörungen, gefolgt von Prof. Lesch, der die Therapie von Alkohol- und Nikotinabusus unter dem Gesichtspunkt der Essstörungen darstellte. Dr. Andorfer (Wien) stellte Ergebnisse einer Studie zu multi-impulsivem, selbstverletzendem Verhalten bei alkoholabhängigen Frauen vor. Mag. Langer widmete sich in ihrem Vortrag der Prävention von Essstörungen.
Im Themenblock „Therapiezugänge bei Essstörungen“ wurde die Wichtigkeit der familiendiagnostischen Abklärung und Familientherapie von Mag. Vita (Wien) aufgezeigt und therapeutische Konzepte für Patientinnen mit Essstörung erläutert: die Bedeutung der stationären Gruppentherapie in der Behandlung der Anorexia Nervosa (Dr. Werneck-Rohrer, Wien) und die Kunsttherapie bei Essstörungen (Mag. Lindinger, Wien).
Der Themenblock „Körperliche Störungen bei Essstörungen“ bot einen sehr guten Überblick über mit Essstörungen assoziierten somatischen Erkrankungen. Prim. Weiss referierte über internistische Medizin bei Essstörungen, Prof. Waldhauser gab einen guten Einblick in die Endokrinologie der Essstörungen und Ass.-Prof. Dörfler präsentierte in ihrem Beitrag wertvolle Beiträge zu gynäkologischen Aspekten, Folgen und Spätkomplikationen von Essstörungen. Die psychopharmakologische Therapie der Essstörungen wurde unter dem Aspekt empirischer Studien von Dr. Huemer (Wien) referiert. Den Abschluss der zweitägigen Fortbildung bildeten vier Workshops zu den Themen „Behandlung von selbstverletzendem Verhalten bei Essstörungen“ (Vandereycken, Leuven), „Elternarbeit in der Behandlung von Essstörungen“ (Flury-Jaeggi, Wien), „Körpertherapie bei Essstörungen“ (Haselberger, Wien) und Diätologische Beratung und stationäre Pflege bei Essstörungen (Fercher, Klabutscher & Reithofer, Wien), in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich noch vertiefend mit diesen Themen beschäftigen konnten.
Die von der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Prof. Karwautz und Mag. Wagner) und der Univ.-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Prof. Bailer) ausgezeichnet organisierte Fortbildung bot den zahlreichen etwa 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedenster Berufsgruppen sowohl einen sehr guten und umfassenden Einblick in die empirischen Forschungen zu dem Thema als auch viele Anregungen für die praktische Arbeit mit den von der Krankheit betroffenen Patientinnen und Patienten.
Besonders positiv fand ich als Teilnehmerin an der Tagung, dass die Vorträge durchwegs sehr praxisorientiert gestaltet waren, mit viel Enthusiasmus (z.B. Prof. Lesch, Prof. Vandereycken) vorgetragen wurden und es nach den Vorträgen und auch in den Pausen zu einem regen Gedankenaustausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kam. Als Anregung für zukünftige Kongressgestaltung wäre vielleicht eine Diskussion nach jedem einzelnen Vortrag sinnvoll, da durch eine erst am Ende jedes Themenblocks stattfindende Diskussion vielleicht einiges an Input verloren geht.
Dr. rer.nat. Sonja Werneck-Rohrer, Univ.- Klinik für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters, Medizinische Universität Wien
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| 2. Wissenschaftlicher Kongress der „Deutschen Gesellschaft für Essstörungen“, 25.- 27. Februar 2010, Aachen, D |
Kongressbericht von A. Karwautz (28. 2. 2010)
Neben unzähligen Spitzenexperten (Forschern wie Klinikern) aus Deutschland waren 4 internationale englischsprachige Personen als Hauptreferenten eingeladen, zu referieren. Daneben waren auch mehrere Kollegen aus der Schweiz und Österreich im Programm vertreten. Die ENES (Schweiz) und die ÖGES waren Kooperationspartner der Tagung.
Als Hauptreferenten bot (1) Dr. Rachel Bryant-Waugh vom Great Ormond Hospital in London, UK einen Überblick über das Wissen zu Fütterstörungen, Ernährungsstörungen und Essstörungen bei unter 14-jährigen. Sie übte methodische Kritik an ihrem langjährigen Forschungsgebiet. Weder ist die Begrifflichkeit weltweit einheitlich, daher sind auch epidemiologischen Daten nicht valide; auch die Therapie ist von Zentrum zu Zentrum unterschiedlich, randomisiert-kontrollierte Studien gibt es bisher keine. Zur Vereinheitlichung der diagnostischen Kriterien wurde für die Entwicklung des DSM-V ein Proposal eingereicht.
(2) Prof. Jim Mitchell, von Neuropsychiatric Institute in Fargo, North Dacota, USA, bot einen konzisen Überblick über das bestehende Wissen zur Therapie der Bulimie. Medikamentös sind SSRIs und Topiramat die vielversprechendsten Substanzen, allerdings ist eine lediglich moderate Effektivität zu vermerken. Psychotherapie ist das primäre Mittel der Wahl, trotzdem sind manche Patienten mittels herkömmlicher Verfahren nicht heilbar. Innovative Ansätze mittels CD-ROM und Internet, SMS und Telemedizin wurden neben geleiteter Selbsthilfe als besonders sinnvoll hervorgehoben, auch zur alternativen Versorgung im Rahmen eines stepped-care approaches und als Nachsorge nach stationären Aufenthalten.
(3) Prof. Cindy Bulik von der University of North Carolina präsentierte neue Daten einer Pilotstudie, die ihren Fokus auf die Partner (Ehe- und Lebenspartner) bei von Anorexie Betroffenen legte. Information zu Essstörungen, Training von Coping und Kommunikationsstrategien sind dabei besonders wichtige Module, um den Heilungsprozess der Betroffenen zu befördern. Die Pilotintervention wurde mehrheitlich gut aufgenommen, besonders von den männlichen Partnern.
Die Vorstandsmitglieder der DGESS waren ebenfalls an der Tagung sehr aktiv: (4) Prof. Beate Herpertz-Dahlmann (Aachen), die Kongresspräsidentin und Gastgeberin referierte über den Verlauf von adoleszenten Essstörungen (inklusiver neuester epidemiologischer und bildgebender Daten), (5) Prof. Martina de Zwaan (Erlangen) diskutierte die Frage, ob Adipositas eine Essstörung sei, (6) Prof. Brunna Tuschen-Caffier (Freiburg) referierte über die neuen Erkenntnisse zur Emotionsregulation bei Essstörungen, (7) Prof. Stephan Zipfel (Tübingen) referierte den State-of-the-art der Diagnostik und Therapie Erwachsener mit Anorexia, (8) Prof. Manfred Fichter (Prien) über Essstörungen bei Männern, (9) Prof. Stephan Herpertz (Dortmund) über den Stand der Entwicklung der S3-Leitlinien der Therapie der Essstörungen, die sehr weit gediehen sind und deren Publikation bis spätestens Ende 2010 erwartet wird.
Als Preisträger des von der DGESS neu geschaffenen Hilde-Bruch Preises wurde Hr. Dr. Hans Christian Friederich von der Uniklinik in Heidelberg mit einer sehr persönlichen Laudatio durch seinen Mentor Prof. W. Herzog (Heidelberg) für seine rezenten Arbeiten zur Neuropsychologie der Anorexie mittels funktionellen MR Techniken geehrt.
Unter www.dgess.de sind die Abstracts der Hauptvorträge nachzulesen. Ein Gesamtabstractband ist leider weder online noch in Papierform verfügbar.
Über 300 Teilnehmer und 150 Vorragende haben zum Erfolg der Tagung beigetragen. Nur 4 Parallelsessions ermöglichten die Teilnahme an möglichst vielen Symposien. Thematisch waren im umfassenden Programm sowohl somatisch-medizinische als auch psychologisch/psychotherapeutische und präventive innovative Aspekte vertreten.
Die Tagung war eine ausgezeichnete Zusammenschau des derzeitigen Standes der Forschung in unzähligen Bereichen der Essstörungsforschung. Es wurde ein schöner Einblick in viele große und kleinere Studien ermöglicht.
Andreas Karwautz, Wien, 28. 2. 2010
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